Beifall habe ich während meiner küchenpraxis immer dann geerntet, wenn ich den geschmack von ” mutters küche “getroffen habe. wenn die kids aus der schule kamen, hatte mutter schon brote mit tomate bereit. romantik oder nicht. dieses tomatenbrot ist der spanische dauerbrenner, quell ewiger meinungsverschiedenheiten. auf den balearen bevorzugt man das pa de pages, das dunkle ungesalzene bauernbrot während in katalonien brot aus weissmehl der favorit ist. Vollreife tomaten werden halbiert und auf das brot gerieben. etwas salz und kaltgepresstes olivenöl machen den genuss perfekt. Älteres brot wird getoastet, besonders delikat über holzkohle. sehr beliebt ist das tomatenbrot mit schinken, salami, käse, chorizo , sobrasada warm oder kalt. mein favorit sind die anchovis aus dem katalonischen l’escala auf warm gerösteten pan con tomate. bon profit.
leider gottes wird auch beim tomatenbrot viel gepfuscht. so verarbeitet man in 95 % der snackbars baguettes oder barras. auch wird die tomate nicht frisch gerieben, sondern samt schale und kernen mit dem stabmixer atomisiert und dann auf das brot gelöffelt.

aber achtung: selbst im kühlschrank beginnt die tomatenpampe schon nach einer nacht zu fermentieren.